Neuen Server bestellt

Es ist soweit. Heute kam die N-​​ERGIE Abrech­nung. Wir müs­sen fast 1 000 EUR nach­zah­len. Gut, ein gro­ßer Teil davon sind Gas­kos­ten auf­grund unse­rer lang anhal­ten­den Heiz­phase im Som­mer um den Neu­bau tro­cken zu bekom­men. Aber der Strom­kos­ten­an­teil ist auch erschre­ckend hoch und daran hat mein strom­fres­sen­der Ser­ver im 24*7-Betrieb basie­rend auf einem Pen­tium 4, 2,4 GHz einen erheb­li­chen Anteil.

Der Ser­ver hat noch ein paar andere unak­tu­elle Eigen­schaf­ten — z.B. kein USB 2.0, wes­halb ich mich heute für eine Neu­an­schaf­fung ent­schie­den habe. Der neue Ser­ver ist bestellt bei KK-​​Computer und wird etwas unüb­lich — mit einem AMD Ath­lon X2 BE-​​2300 aus­ge­rüs­tet sein. Des­sen maxi­male Leis­tungs­auf­nahme liegt angeb­lich bei unter 50W und damit etwa bei der Hälfte der alten CPU. Ent­schei­den­der dürfte aber die Strom­auf­nahme bei nied­ri­ger Last sein — naja ich hoffe mal eine gute Ent­schei­dung getrof­fen zu haben, wobei ich zuge­ben muss, dass es mir nicht gelun­gen ist inkl. weni­ger Recher­che­stun­den eine ernst­haft kom­pe­tente Ein­schät­zung zu gewinnen.

Ein wei­te­res Strom­spar­po­ten­tial stel­len die neuen Plat­ten dar: 2 statt 5 mit zusam­men 1 TB Kapa­zi­tät. Mein ers­ter Com­pu­ter mit Spei­cher in die­ser Grö­ßen­ord­nung! Ich frage mich wirk­lich ob ich jemals mehr benö­ti­gen werde, als diese Spei­cher­ka­pa­zi­tät. Sie beträgt die 50 000 fache Kapa­zi­tät mei­ner ers­ten Fest­platte (das war eine 5,24″ Fest­platte von Sea­gate mit 20 MB Kapa­zi­tät). Ich finde es sehr ver­wir­rend mit die­sen vie­len Nul­len zu rech­nen — ist es nicht viel­leicht doch die 500 000 fache Kapazität?

Na egal, mehr Strom wird ver­mut­lich der RAM brau­chen, schließ­lich wird auch des­sen Kapa­zi­tät von 512 MB auf 2GB vervierfacht.

Auf dem Ser­ver werde ich ver­mut­lich erst mal eine Kopie des alten Sys­tems (Sarge Debian 3.1) über­neh­men und die­ses dann auf ein Debian 4.0 aktua­li­sie­ren. Erst wenn alles läuft geht der alte Ser­ver in Rente.

Obwohl das Board Raid 0, 1, 0+1 unter­stützt werde ich die­ses nicht akti­vie­ren. Ich habe ein­fach beden­ken, dass im Falle eines Hard­ware­aus­fall des Boards und des Raid-​​Controllers Pro­bleme beim Plat­ten­zu­griff auf­tre­ten. Viel­leicht ist diese Sorge ja unbe­grün­det? Ich werde wie­der eine Daten­si­che­rung mit­tels rsnap­shot rea­li­sie­ren. Alle 4 Stun­den ein kom­plet­tes Backup aller Ände­run­gen — nur möchte ich zukünf­tig diese Siche­rung auf einem kom­pri­mier­ten Datei­sys­tem vor­neh­men. So möchte ich einer­seits die Trans­pa­renz erhal­ten auf die Siche­rung schnell und unpro­ble­ma­tisch zugrei­fen zu kön­nen — und ande­rer­seits auf einer 280 GB-​​Festplatte viel­leicht doch annä­hernd eine 500 GB-​​Festplatte sichern. Mal sehen was dar­aus wird.

So, der Ser­ver ist da und ich war bereits einige Stun­den mit des­sen Kon­fi­gu­ra­tion beschäf­tigt. Begon­nen habe ich damit die Debian Etch (4.0R3) aus die­ser Woche zu sau­gen und eine CD von der ISO-​​Datei zu bren­nen. Nach dem Boo­ten gelei­tete mich der freund­li­che und infor­ma­tive Instal­ler­di­alog so dass es kei­ner­lei Pro­bleme bei der Ein­rich­tung des Grund­sys­tems gab. Über mei­nen vor­han­de­nen DHCP-​​Server holte er sich den Netz­zu­gang und instal­lierte mun­ter nach. Erkläre mir mal einer, wozu ein gra­fi­sches Instal­la­ti­ons­sys­tem gut sein soll. Ich freue mich alle paar Jahre aufs neue, wenn ich mal wie­der einen ange­neh­men Instal­la­ti­ons­dia­log im Text­mo­dus zu sehen bekomme. Hof­fent­lich bleibt Debian dabei! Nach der Instal­la­tion star­tet das Sys­tem brav von Platte, lädt ein auf­ge­räum­tes und schlich­tes Gnome und man kann mit dem hand­an­le­gen beginnen.

Das Sys­tem ist ange­nehm leise! Absur­der­weise ist mein neuer Ser­ver nun lei­ser als alle meine Arbeits­plätze, auch mein alter hp-​​Laser macht mehr krach. Naja, die Vögel zwit­schern hier ja laut genug.

Das Debian Etch bie­tet im Unter­schied zu Debian Sarge die bash 3.x (statt 2.x). Irgend­wie unspek­ta­ku­lär, was man aber tol­les mit der Bash machen kann notiere ich mir in einem ande­ren Blo­g­ar­ti­kel, näm­lich hier

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3 Antworten auf Neuen Server bestellt

  1. hans sagt:

    Hm, die Seite von Orga­page ist doch nicht so gut, wie ich anfangs dachte.

    Ich möchte mei­nen Com­ment edi­tie­ren. (Wie) geht das?

    H.

  2. hans sagt:

    Fund:

    http://www.orgapage.net/pages/server/linux/index.php

    Die­ser Teil von Orga­page ist an Admins gerich­tet, die sich mit Linux nicht aus­ken­nen und beschreibt einige nütz­li­che Kom­man­dos und Tools der Shell (Die „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“ von Linux), die dabei hel­fen eigene Ser­ver unter Linux auf­zu­set­zen, spe­zi­ell wenn man keine gra­fi­sche Ober­fläs­che zur Ver­fü­gung hat.

    Mit­tels die­sen Befeh­len kann man dann auch z.B. von Win­dows aus mit einem Pro­gramm, wie Putty, den Ser­ver fernsteuern.“

    H.

  3. hans sagt:

    Zitat:
    „So möchte ich einer­seits die Trans­pa­renz erhal­ten auf die Siche­rung schnell und unpro­ble­ma­tisch zugrei­fen zu kön­nen — und ande­rer­seits auf einer 280 GB-​​Festplatte viel­leicht doch annä­hernd eine 500 GB-​​Festplatte sichern.“

    Naja, ob hier der Geiz geil ist?

    a) Lau­fende Sicherung:

    Wenn du einen Datei­schnip­sel aus einem gro­ßen Archiv ent­packst und dabei nach län­ge­rem Ent­pa­cken des gesam­ten Archivs bzw. des Inhalts­ver­zeich­nis­ses (von 500 Gb!) schließ­lich die Par­ti­tion mit /​tmp voll­ge­lau­fen ist und der Res­tore nicht wei­ter­ge­hen kann, dann weißt du, warum der Geiz zu den Sün­den gezählt wird.

    Kann auch sein, dass das nicht pas­siert, mir ist das in einer Test­si­tua­tion aber schon untergekommen.

    Ande­rer­seits: Siche­rung von 1000 kleinedocs.doc in 1000 kleinedocs.doc.gz erhält zwar den Datei­na­men in der Datei­struk­tur der Fest­platte (und nicht nur inner­halb des Archivs), aber wie­viel Platz ist da wirk­lich gespart?

    b) Gesamt­si­che­rung

    Für eine Gesamt­si­che­rung (weil die Par­ti­tion auch als ganze wie­der gebraucht wird) mag das Ein­damp­fen schon kor­rekt sein. Aber auch hier ein Bedenk: Das vor­sorg­lich erstellte 1:1-Duplikat einer Fest­platte kann halt ein­fach an Stelle der defek­ten ein­ge­baut wer­den und wei­ter geht’s…

    Nur zum Nach­den­ken,
    H.

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