Archiv für die Kategorie ‘Meinung’

Call­cen­ter rüs­ten auf: Ruf­schä­di­gung für Auf­trag­ge­ber inklusive

Gerade blät­tere ich in den Maga­zi­nen „Aquisa“ und „direkt mar­ke­ting“ und lese wie wich­tig es ist Kun­den­kon­takte zu pfle­gen und dass ein moder­nes Unter­neh­men heut­zu­tage selbst aktiv an Social Networking-Plattformen teil­neh­men sollte um auf jeden Fall mit­zu­krie­gen, was die Ziel­gruppe so umtreibt — da läu­tet mal wie­der das Tele­fon — und zwar genau ein­mal, also nicht lange genug um ran­zu­ge­hen. Da dies in den letz­ten Tagen schon mehr­mals pas­sierte und ich glaube mich zu erin­nern, dass jedes­mal eine 071… Num­mer auf dem Dis­play erschien, gehe ich der Sache nach.

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…oder des Kai­sers neue Klei­der in der moder­nen Gesellschaft

Die Arbeits­lo­sen­zah­len sind jeden Monat für Mel­dun­gen gut. Und diese ritu­ell anmu­ten­den Mel­dun­gen zei­gen Wir­kung: Der, der einer unselb­stän­di­gen Arbeit nach­geht übt sich in Demut und Beschei­den­heit. Der, der eine unselb­stän­dige Arbeit sucht fühlt sich viel­leicht allein­ge­las­sen — aber nicht allein. Und der­je­nige, der nur noch kurz­ar­bei­tet freut sich, dass er nicht schon zum Mil­lio­nen­heer der Unbe­nö­tig­ten gezählt wird.

Der Unter­neh­mer hin­ge­gen bedau­ert, wenn er hoch­qua­li­fi­zierte Leute ent­las­sen muss um den maxi­mal mög­li­chen Pro­fit sicher zu stel­len, tut aber gut daran die­sem Wirt­schafts­prin­zip zu fol­gen will er sich gegen­über sei­ner Kon­kur­renz bewähren.

Was mir erscheint wie im Mär­chen von „des Kai­sers neue Klei­der“ ist der Kon­sens, als wäre die Arbeits­lo­sig­keit so etwas wie ein Aus­rut­scher in die­sem Wirt­schafts­sys­tem. So als ginge es darum — und als bestünde hierzu eine Chance — die Arbeits­lo­sig­keit zu redu­zie­ren oder zumin­dest „einzudämmen“.

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